Das werkzeuglose additive Fertigen eröffnet Ihnen die Möglichkeit, die Funktionsdichte Ihrer Bauteile zu steigern und Leichtbauaspekte umzusetzen. Ihr Bauteil wird nach Ihren Anforderungen und spezifisch für die Additive Fertigung ausgelegt.
Der Funktionsumfang und die Breite der Anwendungsgebiete Ihrer Bauteile können durch verschiedene Oberflächenmodifizierungen oder Beschichtungen ergänzt und erweitert werden
Die Additive Fertigung macht es möglich, Legierungen zu verarbeiten, die konventionell schwer oder gar nicht zu fertigen sind. Sogar die Entwicklung völlig neuer, auf Ihre Bedarfe maßgeschneiderter Materialien oder Materialkombinationen ist möglich.
Wir entwickeln und charakterisieren maßgeschneiderte Speziallegierungen für Hochtemperatur-, Leichtbau- und Funktionsanwendungen. Dazu zählen Nickelbasis-, Titan-, Aluminium- und Kupferlegierungen ebenso wie völlig neue Werkstoffsysteme (z. B. Hochentropielegierungen) mit gezielt eingestellter Mikrostruktur.
Additiv gefertigte Keramiken kombinieren Härte, Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit mit komplexer Formgebung. Wir entwickeln und qualifizieren keramische Pulver und Pasten für verschiedene additive Verfahren und ermöglichen Bauteile für extreme Bedingungen, z. B. als Isolatoren, Wärmeschutzkomponenten oder Filterstrukturen.
Hartmetalle verbinden die Verschleißfestigkeit von Keramik mit der Zähigkeit metallischer Werkstoffe – ideal für hochbelastete Bauteile.
Wir entwickeln additive Verfahren für Wolframcarbid-, Titan- oder Chromcarbid-basierte Systeme und untersuchen Korngrößen sowie Sinterstrategien.
Spezielle Anwendungen benötigen spezielle Werkstoffe – manchmal auch eine Kombination von verschiedenen Werkstoffen. Mit unserer Kompetenz von Prozessen und Werkstoffen entwickeln wir maßgeschneiderte Lösungen für Ihre Anwendung.
Die Zukunft liegt in der Kombination von additiven und konventionellen/hochskalierbaren Verfahren.
Durch hybride Fertigung entstehen Bauteile, die das Beste aus beiden Welten vereinen: präzise Grundstrukturen aus der Zerspanung oder dem Guss – ergänzt durch additiv aufgebrachte Funktionsbereiche, Kühlkanäle oder die Möglichkeit zur Reparatur.
Unsere Institute verfügen über ein breites Spektrum an Fertigungstechnologien, auch abseits der Additiven Fertigung, und beraten Sie bei der Auswahl und Integration hybrider Prozessketten. Von der Designphase über die Fertigungsplanung bis zur praktischen Umsetzung begleiten wir Sie mit Simulation, Prozessentwicklung und Validierung.
Additiv gefertigte Bauteile erfordern oft eine gezielte Nachbearbeitung, um Maßhaltigkeit, Oberflächenqualität oder Funktionalität sicherzustellen. Wir bieten die komplette Bandbreite an Nachbearbeitungstechnologien – vom spanenden Finish über Wärmebehandlung bis hin zu Oberflächenmodifikation.
Bei sinterbasierten Verfahren ist die Entbinderung und Sinterung des Grünteils ein entscheidender Schritt für Endformnähe und Werkstoffqualität. Wie bieten die gesamte Kette von der Verzugssimulation über die Entbinderungsanalytik bis zur Sinterung zum fertigen Bauteil.
Durch gezielte Beschichtung lassen sich die Eigenschaften additiv gefertigter Bauteile erweitern oder optimieren bspw. um Verschleißschutz oder optische Effekte zu erzeugen. Unsere Expertise umfasst thermische, galvanische und laserbasierte Verfahren ebenso wie funktionale Dünnschichten für Verschleiß-, Korrosions- oder Temperaturbeständigkeit. Die Materialvielfalt die wir Ihnen für die Additive Fertigung bieten, spiegeln wir auch in unseren Beschichtungen – von Leitfähigkeit bis Biokompatibilität und Verschleißschutz können wir Ihnen so praktisch jede Funktion ermöglichen.
Auch die Validierung und Qualifizierung für Sie entwickelter Prozessketten sind Bestandteil unseres Leistungsangebotes. Unsere Expertinnen und Experten entwickeln sensorbasierte Monitoring-Systeme, automatisierte Materialflüsse und datengetriebene Qualitätssicherungsmethoden.
Durch die Vernetzung von Maschinen, Prozessen und Prüftechnik schaffen wir die Grundlage für reproduzierbare Qualität und Serienfertigung. Dabei berücksichtigen wir Normen, Zertifizierungsanforderungen und Rückverfolgbarkeit – bis hin zur digitalen Prozessakte.
Sie benötigen belastbare Daten für Ihr Pulver? Die Fraunhofer-Institute IFAM und IKTS betreiben akkreditierte Prüflabore zur Pulvercharakterisierung, damit Sie genau wissen, womit Sie rechnen können. Weiterhin sind viel andere Prüfungen zur Bauteilqualität wie mechanische Eigenschaften, Thermoanalyse und Verunreinigungsgehalte ebenfalls akkreditiert.
Bei Ihnen geht es heiß her? Das Fraunhofer IFAM prüft mechanische Eigenschaften bis zu 1500 °C.
Ihr Bauteil ist insbesondere zyklischen Belastungen ausgesetzt? Die Prüfabteilung des Fraunhofer IWS hat sich u. a. auf das Ermüdungsverhalten additiv gefertigter Bauteile spezialisiert.
Unser Leistungsspektrum geht über die Prozessentwicklung hinaus bis in die Auslegung Ihrer Serienproduktion.
Unser Schulungsangebot kombiniert Theorie, Praxis und individuelle Beratung um einen nachhaltigen Kompetenzaufbau für Ihre Fertigung zu ermöglichen. Inhalte reichen von Konstruktionsgrundlagen über Werkstoffkunde bis zur Qualitätssicherung und Zertifizierung. Trainings finden wahlweise in unseren Laboren oder direkt bei Ihnen vor Ort statt.